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Abgespritzt und abgezockt!
Der Straßenstrich an der E55 zwischen Dresden und Prag.


„Hast du Liebeskummer, mach ne Tschechennummer“ – so heißt es seit jeher und angespielt wird damit auf die lockeren Damen, die zu beiden Seiten den Straßenrand der E55 bei Teblice kurz hinter der tschechischen Grenze bis nach Prag hinunter säumen.

Erotik.de hat sich für seine User von Berlin aus auf den Weg gemacht um herauszufinden was an dieser vielzitierten Geschichte vom leichten, billigen Sex im tschechischen Nachbarland wirklich dran ist.

Zunächst einmal muß man sagen: „So einfach mal auf ein Spritzerchen auf die Schnelle „rüber“ fahren“, wenn einen zu Hause der sexuelle Frust packt, ist nicht! Schon weit vor Dresden bis nahezu zur tschechischen Grenze folgt fast eine Baustelle auf die andere. Und die Verkehrsführung ist zum Teil eine bodenlose Frechheit. Da wird man auf „Kuhtrampelpfaden“ über zugegeben malerische landwirtschaftliche Idylle mit Bauerndörfen, Misthaufen und Hühnern auf der zum Teil einspurigen Fahrbahn ins Ungewisse gelotst – denn „Prag“ oder „Grenze“ ist erst im allerletzten Moment irgendwo angeschrieben.

Abgenervt kommen wir nach ca. 4 Stunden Fahrt schließlich an der tschechischen Grenze an. Angenehm ist hier die Tatsache, dass es kaum eine Wartezeit beim Grenzübergang gibt. Zumindest nicht für PKW. Die LKW dagegen stauen sich beachtlich. Man sollte an dieser Stelle vielleicht noch erwähnen, dass wir die Grenze an einem Samstag passieren.

Kurz hinter der Grenze geht’s los

Kurz nachdem wir die Grenze passiert haben, sehen wir auch schon den tschechischen Wegweiser, der in Richtung Treblice verweist. Wir folgen der Richtung und machen kurz Rast an der ersten Tankstelle auf tschechischem Gebiet- nützen die Gelegenheit vollzutanken, zu einem Benzinpreis, der etwa ein Drittel unter dem Spritpreis vor der Grenze liegt. Wir besuchen auch kurz die Wechselstube, die gleich rechts von der Tankstelle gelegen ist um uns mit etwas einheimischer Währung zu versorgen. Dies ist eigentlich nur eine Notfallmaßnahme, denn Euro werden auch in Tschechien fast überall gerne genommen. Der Umrechnungskurs wechselt täglich und wir erhalten einen Kurs von 30 tschechischen Kronen für 1 Euro. Man muß unglaublich aufpassen, dass man beim Überschlagen der Preise immer mitbedenkt, dass ein Euro eben nicht einer DM entspricht sondern eher 2 DM! Unter diesem Aspekt ist das „gelobte Billigland Tschechien“ dann sehr schnell gar nicht mehr so billig, wie es zunächst den Anschein hat.

Nach dierser kurzen Rast fahren wir zurück auf die Schnellstraße und da sehen wir sie auch schon stehen, die leicht bekleideten, blutjungen Mädchen, die bei jedem Auto, das vorbeifährt, einen wahren Freudentanz aufführen, mit ihren knackigen Hintern und ihren vollen Brüsten wippen und winken. Die Girls stehen in Abständen von etwa 200 m links und rechts am Straßenrand. Etwa alle 300 m sieht man notdürftig als „Kiosk“ deklarierte, kleine Holzbaracken mit riesigen Glasfronten, hinter denen die Mädels oft in Dreiergruppen und eng umschlungen ihre knackigen bis weit hinauf unbedeckten Beine schwingen. Wir wollten sofort Fotos von diesen Girls machen, aber leider stellten sie sich als sehr fotoscheu heraus und wollten auf gar keinen Fall fotografiert werden. Etwa fünf Kilometer zieht sich dieses Schauspiel von der Grenze bis zur Stadteinfahrt von Teblice. Sogar kurz danach ist man bei jungen Mädchen, die an einer Bushaltestelle stehen nicht ganz sicher ob diese nicht auch „zum Gewerbe“ gehören. Klarheit hat man dann natürlich sofort, wenn auch diese überfreundlich lächeln und wild zu winken beginnen.

Wir verweilen kurz in Teblice, nur um festzustellen, dass diese Grenzstadt an einem Samstag Nachmittag so gut wie „tot“ ist und fahren dann weiter Richtung Prag. Rund 150 km trennen uns noch von der „Goldenen Stadt“. Als wir dort ankommen, steuern wir sofort das Bahnhofsviertel an, denn da versprechen wir uns die ergiebigsten Erfahrungen.

Sofort fällt auf, dass Prag eine fast schon steril saubere Stadt ist. Wer im Bahnhof raucht muß sofort mit einer Strafe von umgerechnet etwa 60 Euro rechnen. Ansonsten sieht man die üblichen Bahnhofsgestalten mit ihren Bierdosen in der Hand, aber weit und breit keine „Bordsteinschwalben“. Prag, sowohl die Stadt als auch der Bahnhof sind fast schon abstoßend sauber, aufgeräumt, geordnet und steril. Wir knüpfen erste Kontakte in einer dunklen Bahnhofsspelunke und erfahren, dass sich alles, was Strich oder Prostitution angeht, zwischen den Städten und auf den Dörfern abspielt. Kaum in den großen Städten selber. Wir nutzen die Zeit dann noch um uns in einschlägigen Sexshops und Bars etwas umzusehen, nur um festzustellen, dass auch hier alles zwar sehr sauber und propper, aber keineswegs billig ist. Vom Türsteher eines Nachtclubs erfahren wir, dass seit der Einführung des Euro, auch die Prostituierten in Tschechien ihre Preise nahezu verdoppelt haben, so dass sich nun kaum noch ein Unterschied zu den Preisen hierzulande ergibt.

Liebesnummer? - Tschechenkummer!

So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt. Also zurück ins Auto und wieder Richtung Heimat gefahren. Auf dem kurzen Stück zwischen Teblice und deutscher Grenze, wollen wir es dann doch nochmals wissen. Wir halten vor einem jener „Glaskästen“ mit den tanzenden, leichtbekleideten Mädchen, steigen aus und gehen in die kleine Bar. Wir sind die einzigen Gäste. Sofort sind die Mädels auf unseren Knien und drücken uns Ihre Brüste ins Gesicht und führen unsere Hände an ihren Hintern.Ob wir Photos machen dürfen ? – Ungern ! Schließlich erklärt sich eines der Girls bereit auf dem Parkplatz für uns zu posieren, für 20 Euro. Eine Strassennutte an der E55Allerdings machen sie das, wie sie uns sagt, immer nur zu zweit, also zwei Girls für ein Photo für 40 Euro. Dazu kämen dann noch 10 Euro „Parkplatzbenutzungsgebühr“. Abzocke vom Feinsten! Als ein Polizeiwagen auf den Parkplatz einbiegt, lässt sich das eine Girl dann relativ schnell für ein „oben-ohne“ (mit BH!) Foto zum Preis von 35 Euro „überreden“ und unter den Augen der Polizei im Lichtkegel der Scheinwerfer des Polizeiwagens machen wir hastig unser Photo.

Ob wir noch ficken wollen, fragt die Eine. 30 Euro sei der Preis. Nach unseren Erfahrungen mit dem Photo lehnen wir dankend ab. Es ist absehbar wie eine solche Euro-Tschechennummer ablaufen wird. Für 30 Euro zieht sie sich bestimmt noch nicht einmal ganz aus und jeder Handgriff kostet dann nochmals 5 Euro extra.

Wir zahlen unsere Drinks (die mit 2 Euro pro Drink in diesem „Nightclub“ dann doch noch erfrischend preisgünstig waren) und schwenken wieder auf die E55 Richtung Berlin ein. Liebesnummer? – Tschechenkummer !


Service: Der erotik.de Sprachführer Deutsch - Tschechisch
(Heterto / SM / Gay)


Meinungen der erotik.de Leser:

Tim aus Potsdam:
"Hi! Euer Bericht deckt sich so ziemlich mit meinen Erfahrungen. Als ich letztes Jahr wieder mal keine "Bumsgelegenheit" hatte, bin ich mit 'nem Kumpel über die Grenze auf die E55 gefahren. Ich war ziemlich enttäuscht: Zum einem ist die Auswahl nicht so groß wie erwartet und zum anderen es es ziemlich umständlich, die Girls erst einmal näher anzukucken. Wenn man mit dem Auto vor einem dieser Glaskästen hält und dann doch nichts von den Mädels will, wollen sie einem oft nicht mehr richtig weglassen. Also ich persönlich suche mir lieber in Berlin auf dem Strassenstrich auf der Kurfürstenstrasse eine "nette" Begleiterin. Da komm ich auch mit ca. 40 Euro zum Stich und muss keine Angst haben, gleich ausgeraubt zu werden."

 

Wie ist Eure Meinung hierzu und was habt Ihr erlebt?
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