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Wir
trafen Ihn auf dem Flughafen in Mailand, zufällig. Wir hatten
dasselbe Ziel Berlin. Er flog zu einem Geschäftsbesuch
in die deutsche Hauptstadt, wir kamen von einem Geschäftsbesuch
zurück ins Büro. Auf der ersten Etappe des Fluges von
Mailand nach Amsterdam saßen wir eineinhalb Stunden nur in
derselben Reihe. Beim Fliegerwechsel auf dem Amsterdam Shiphol Airport
lernten wir uns näher kennen und auf der letzten Reiseetappe
konnten wir Mirko dazu bewegen, uns in einem einstündigen Interview
für die erotik.de User vom aufregenden Leben eines Highsociety
Callboys zu erzählen.
Die Bilder zu diesem Interview durften wir anschließend in
seinem kleinen Appartement schießen, welches Mirko in Berlin
für gelegentliche Aufenthalte gemietet hat und in dem wir uns
eingehend von seinen ganz außergewöhnlichen Qualitäten
überzeugen konnten.
erotik.de: Mirko, Sie verdienen Ihr Geld also
damit, dass Sie, wie man landläufig so sagt auf den Strich
gehen
Mirko: Nein, ich bestreite meinen Lebensunterhalt damit,
dass ich Escort-, Begleitungs- und Unterhaltungsservice Dienstleistungen
der gehobenen Anspruchsklasse anbiete.
erotik.de:
Ist das letztlich nicht dann doch irgendwie dasselbe?
Mirko: Auf gar keinen Fall. So wie Sie das formuliert haben,
hört es sich an, als sei ich ein billiger Bahnhofsstricher,
der für 20 Euro und `ne Cola Sex mit jedem macht.
erotik.de: Sie machen also keinen Sex für Geld?
Mirko: Das habe ich nicht gesagt. Dieser Bereich fällt
bei mir unter besonderer Unterhaltungsservice und macht
etwa 2/3 meiner Tätigkeit aus. Und ich erwarte für diesen
Bereich ein Honorar, welches der gebotenen Leistung entspricht.
Und ich kann einiges bieten. Sehen Sie mich an ich bin 27,
sehe gut aus, bin gesund und gepflegt, habe Umgangsformen, eine
entsprechende Garderobe und spreche drei Sprachen. Ich habe mehrere
Jahre in London gelebt, bin in Italien, Deutschland und Budapest
zuhause und, ohne mich loben zu wollen, ich bin im Bett erstklassig-
bei Männern wie bei Frauen
erotik.de: Das hört sich interessant an. Sie bedienen
also Männer wie Frauen?
Mirko: Mann Frau, das ist, wie das Alter, nicht so
entscheidend. Entscheidend ist, dass mir die Person sympathisch
ist, dass sie gesund und sauber ist, und dass sie den finanziellen
Background hat, um das bezahlen zu können, was ich ihr für
ihr Geld biete. Man kann über mich einiges sagen, aber eines
war ich nie billig; in keiner Hinsicht. Was das Bett angeht,
sage ich gerne scherzhaft, ich habe 12 Geschlechtsteile: 10 Finger,
einen Schniedel bei dem selbst einer Frau wie Dolly Buster die Freudentränen
in die Augen schiessen und eine Zunge wie eine elektrische Schreibmaschine:
120 Anschläge pro Minute (lacht schallend).
erotik.de:
(grinsend) Was können Sie denn so bieten? Was wird üblicherweise
verlangt?
Mirko: Das ist sehr unterschiedlich. Frauen mieten mich
sehr oft nur als Begleiter, um bei öffentlichen oder privaten
Veranstaltungen repräsentieren zu können. Ich habe zum
Beispiel gerade hier in Berlin eine Stammkundin, die ist leitende
Ärztin in einer Klinik. Sie selbst ist lesbisch und ihr Mann
ist schwul. Die haben nur aus Gründen der sozialen Akzeptanz
geheiratet. Er hat offiziell `ne Frau und sie hat offiziell `nen
Mann, wie sich das eben gehört, wenn man gehobene Positionen
bekleiden will. Die beiden wohnen aber nicht zusammen und jedes
Mal, wenn Sie auf einen Opernball gehen will oder eine öffentliche
oder offizielle Veranstaltung hat, bin ich eben der Mann an ihrer
Seite im Nadelstreifenanzug. Sie wird bewundert wegen Ihres gutaussehenden
jungen Begleiters und ich halte ihr die lästigen Männer
vom Leib, während Sie ihre Fühler nach einem lesbisch-amourösen
Abenteuer ausstreckt. Das klappt hervorragend und das Bett spielt
in diesem Falle überhaupt keine Rolle.
erotik.de: Und wie ist das bei Ihren männlichen Kunden?
Mirko: Da ist das Bett wichtiger. Hier ist es oft der umgekehrte
Fall. Die Männer sind verheiratet und bi oder stockschwul und
suchen jemanden, bei dem sie im Bett die Sau rauslassen
können, nachdem sie ihre Pflicht gegenüber der Gesellschaft
durch Vorzeigen ihres angetrauten Frauchens erfüllt haben.
Aus allen Zeitungen bekannt, ist der Fall des Schauspielers Sedlmayer,
der sich von seinen Lovern splitternackt auf allen Vieren ein Hundehalsband
um den Hals legen ließ, bevor diese dann auf seinem Rücken
durch die ganze Wohnung geritten sind. James Dean wurde seinerzeit
nur living ashtray (der lebende Aschenbecher
d. Red.) genannt, weil er auf schwulen Partys darauf stand, dass
die Jungs Zigaretten auf seinem Hintern ausdrücken. Und aus
eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen: nicht jeder Krupp ist aus
Kruppstahl.
erotik.de:
Das hört sich so an als ob Sie in den gehobenen und höheren
Kreisen ein- und ausgehen. Können Sie da vielleicht etwas aus
dem Nähkästchen plaudern? Es dürfen ruhig auch Namen
fallen .......
Mirko: Werden sie aber nicht (lacht vielsagend). Gerade,
wenn man, wie ich, des Öfteren mit Personen des öffentlichen
Lebens oder der Wirtschaft und so zu tun hat, ist absolute Verschwiegenheit
das oberste Gebot. Nicht nur aus Diskretionsgründen sondern
auch aus purem Selbsterhaltungstrieb. Mehrere meiner Kunden haben
sowohl das finanzielle als auch das verbinungsmässige Potential,
Leute, die ihnen auf dem Spielplatz ans Bein pinkeln wollen, dauerhaft
vom Spielplatz zu entfernen, wenn Sie verstehen, was ich meine .....
.
Und
was mein Klientel insgesamt betrifft. Nun, ich würde sagen,
es sind natürlich überwiegend Männer. Ich kenne Anwälte,
Politiker, Wirtschaftsbosse, Bankiers, usw. Mein letzter Freund
war Besitzer einer bekannten Hotelkette. Der hatte mich als Kellner
(ja als Kellner!) für eins seiner Restaurants in Toplocation
engagiert, weil die Frauen (und Männer) so auf mich geflogen
sind. Als Lohn für die Tätigkeit im Restaurant (und für
die Tätigkeit in seinem Bett danach), wollte er mir das Restaurant
schenken. Ich habe aber abgelehnt. Ich mag keine Verpflichtungen.
Ich mag es auch nicht dauernd an einen Ort gebunden zu sein. Insofern
gefällt mir ein Cabrio als Geschenk schon besser, auch das
kommt gelegentlich vor. In den meisten Fällen sind es aber
überwiegend die üblichen Zeichen der Aufmerksamkeit, wie
Gucci-Shuhe, Emporio Armani-Anzüge, Burberry-Schals etc.(Anm.
d. Red.: Gucci,Emporio Armani und Burberry`s
sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber). Manchmal
bekommt man durch den Job auch die Gelegenheit, einmal Frühstück
bei Tiffany`s in New York oder in Zürich zu spielen.
Aber wissen Sie, Spaß an dem was ich mache und ein Lebensziel,
was man anstrebt, ist mir mehr wert als zum 100ten Male Lachs zum
Frühstück oder noch 20 Dosen Kaviar zum Dinner oder so.
Man kann eben einfach nur ein Cabrio auf einmal fahren und nur eine
Luxus-Krawatte auf einmal tragen. Und wenn man sich an Rehnüsschen
mit Amaretto-Sahne-Trüffel-Sauce an blanchierten Prinzess-Böhnchen
satt gegessen hat, dann können noch so viele Kaviar-Sushi-
Gedecke den Weg kreuzen, es ist einfach nicht mehr interessant.
Ob Sie es glauben oder nicht, ich habe schon Essenseinladungen mit
hochrangigen Personen in Offizierskasinos der Bundeswehr ausgeschlagen
und mir zuhause ein frisches Holzofenbrot mit Butter zum Abendessen
gemacht. Gut, das Holzofenbrot war zwei Stunden zuvor noch warm
aus Frankreich eingeflogen worden aber trotzdem.
erotik.de: Was ist Ihr Lebensziel, Mirko?
Mirko:
Sie werden lachen, ich träume davon, auf der Basis des Internet
einen weltweiten Escortservice der Luxusklasse zu realisieren. Das
wäre genau nach meinem Geschmack. Ich könnte von überall
auf der Welt daran arbeiten, ich könnte meine Beziehungen und
Erfahrungen einbringen und ich könnte mich endlich auch etwas
selbst verwirklichen. Denn, machen wir uns nichts vor, die Jahre
in denen man rein äußerlich auf meine momentane Art Geld
verdienen kann, sind begrenzt. Danach muss es ja irgendwie weitergehen.
Ich bin nicht der Typ, der viel Geld auf die hohe Kante legt, ich
gebe es lieber aus. Da muss man im Alter ja von irgendwas leben
dann.
erotik.de: erotik.de wird ja demnächst ein weiteres
groß angelegtes Internetprojekt starten: escort.de.- einen
internationalen First-Class-Begleitservice. Könnten Sie sich
vorstellen da mitzuwirken
Mirko: (grinst) Das hatten Sie vorher schon angedeutet.
Warum meinen Sie, dass ich hier so ausführlich mit Ihnen rede
und mich hinterher noch von Ihnen fotografieren lasse? (lacht)
erotik.de: Sie sagen, Sie legen das Geld nicht auf die hohe
Kante. Bei dem, was Sie durch Ihren Job verdienen, müssen Sie
da doch bestimmt sehr viel Geld ausgeben, jeden Tag. Wofür?
Wenn man bedenkt, dass Sie Wohnungen, Kleidung und Essen doch sehr
oft von Ihren Kunden bekommen, dann fällt mir eigentlich nur
eines ein, wofür man regelmäßig einen solchen Batzen
Geld loswerden kann; nehmen Sie Drogen?
Mirko:
Dazu möchte ich mich nicht äußern. In den Kreisen
in denen ich verkehre, ist der Drogenkonsum aber durchaus geradezu
an der Tagesordnung. Wenn Sie wüssten, was es da vor allem
in Top Künstler-, aber auch in Wirtschafts- und Politikerkreisen
so alles gibt. Was gelegentlich durch die Medien an die Öffentlichkeit
dringt, ist nicht `mal die Spitze des Eisbergs. Es ist schlimmer,
glauben Sie mir, viel, viel schlimmer! Die Leute dort sind zum Teil
so übersättigt, dass Sie, um überhaupt noch irgendetwas
zu spüren, sich den Schnee mit dem Alphorn reinziehen. Und
selbst dann empfinden sie kaum noch was. Sie glauben bestenfalls,
empfunden zu haben. Die Fahnenstange hat nun mal irgendwann ein
Ende und je schneller man klettert, umso schneller ist dieses
Ende erreicht. Und auf dem Gipfel wird die Luft verdammt dünn
und man ist ziemlich alleine. Das will ich mir nicht antun.
erotik.de: erotik.de ist ja nun, nicht zuletzt auch durch
TV-Sendungen wie Wa(h)re Liebe und Zeitschriften wie
TOMORROW sehr weiten Kreisen der Internetnutzer bekannt.
Und durch diesen Artikel werden Sie, Mirko, sicherlich auch bald
in der deutschsprachigen Erotikszene kein ganz Unbekannter mehr
sein. Ist das für Sie überhaupt interessant? Ich meine,
wir haben es hier ja nun nicht ausschließlich mit den oberen
Zehntausend sondern eher einfach mit, wenn ich das einmal
so sagen darf, ganz normalen, aufgeschlossenen Menschen zu tun,
die moderne Kommunikationsmedien nutzen um ihre legitimen naturgegebenen
erotischen Bedürfnisse zu befriedigen....
Mirko: (unterbricht) Nett formuliert, der Satz eben war
fast schon verbaler Sex. Oder oraler ..? Na ja, Sie wissen, was
ich meine..... Mindfucking eben. (lacht schallend)
erotik.de: Das nehme ich mal als Kompliment aus Ihrem Munde.
Aber mal ernsthaft. Können auch erotik.de User, die Sie auf
Ihren Bildern und durch diesen Artikel hier interessant finden,
Kontakt zu Ihnen aufnehmen? Und wenn ja, wie läuft eine solche
Kontaktaufnahme üblicherweise ab, bei Ihnen?
Mirko:
Selbstverständlich können Sie das. Männer wie
Frauen. Worüber wir uns hier eben unterhalten haben, war ja
nur ein Ausschnitt aus meiner Tätigkeit. Wenn Sie mich fragen
ob mich Frau Schmidt oder Herr Müller für eine Stunde
Spaß buchen können und ob sie sich das leisten können
würden, dann ist die Antwort darauf ein klares JA!. Man wird
sich treffen, verhandeln und dann wird man schon irgendwie zusammen
kommen können (grinst).
erotik.de: Wie können die erotik.de- User Sie kontaktieren?
Mirko: Da ich mit dem Internetmedium bisher keine großen
Erfahrungen habe und nicht möchte, dass hier eventuell Mobilfunkstrecken
wegen Leitungsüberlastung zusammenbrechen (lacht) wäre
es mir am liebsten, wenn die erotik.de Besucher mir einfach eine
Email schreiben würden. Ich antworte mit Sicherheit prompt
und aussagekräftig. Meine E-Mailadresse ist morellino@hotmail.com
erotik.de: In der Tat eine durchaus normale
Adresse, Mirko. Ich kann mir durchaus weitere und nähere Berührungspunkte
zwischen uns vorstellen, was eine Zusammenarbeit zur gegenseitigen
Befriedigung und derer der erotik.de User angeht. Für heute
bedanke ich mich zunächst einmal für dieses offene Interview.
Wie doch beim reden die Zeit vergeht. Schau`n Sie `mal raus, rechts
unten, wir sind schon im Anflug auf Berlin - Tegel .... .
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