| Natalia
ist 24 Jahre. Sie ist mit 4 Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland
gekommen und hier aufgewachsen. Doch in ihr Adern fließt zu
Hälfte heißes ungarisches Blut. Heute lebt Sie in Berlin
und wird uns von ihrem Leben als Nutte erzählen...
erotik.de:Vielleicht erzählst
du uns erst mal wie du auf die Idee gekommen bist auf den Strich
zu gehen? Du bist doch wirklich sehr attraktiv, gibt es da nicht
andere Methoden Geld zu verdienen?
Natalia: Was du sagst stimmt. Doch gibt es in
jedem Leben einen Scheitelpunkt. Man fängt an Sachen anders
zu sehen. Ich sah die Prostitution anders, und gleichzeitig, in
ihr, auch noch eine Überlebensmöglichkeit für mich.
erotik.de: Was war der Punkt der dich so beeinflusst
hast, dass du in das älteste Gewerbe der Welt eingetreten bist?
Wenn die Frage nicht zu persönlich ist...
Natalia:
Schon okay... Ich wohnte damals noch mit meinen Eltern
und meinem älteren Bruder in München. Mein älterer
Bruder ist bei der Bundeswehr, dort hat er viele Kumpels. Wenn er
am Wochenende nach Hause kommt, bringt er ab und zu jemanden davon
mit. In einen davon verliebte ich mich. Doch dann musste er nach
Regensburg umziehen. Ich ging, naiv wie ich war, von zu
Hause weg und zog mit ihm nach Regensburg. Damals war ich
17. Die ersten paar Monate habe ich auch die Rolle der braven Hausfrau
gespielt. Doch nach einem Jahr verließ er mich und schmiss
mich raus. Ich suchte mir eine 1-Zimmer-Wohnung und wollte eine
Berufsausbildung machen. In der Schule lernte ich dann ein
Mädchen kennen, die sich schon etwas in dem Gewerbe auskannte
und mich auf die Idee brachte... Ich musste doch meinen
Unterhalt zahlen. Von meinen Eltern bekam ich gar keine Hilfe.
erotik.de: Hattest du keine Angst oder Hemmungen
auf die Strasse zu gehen?
Natalia: Ich bin nicht sofort auf den Strich gegangen.
Zuerst ließ ich mich nackt fotografieren.
Dann schlief ich mit dem Fotografen... Er zahlte dafür meine
Wohnung. Nach ein paar Monaten fing er an mir männliche Bekannte
von ihm vorzustellen. Ich hätte es nicht tun müssen,
aber ich wollte es. Außerdem suchte ich mir nur Männer
aus die mir gefielen, und konnte auf diese Weise trotzdem noch meine
Kasse aufbessern.
erotik.de:
Also war das wie eine Ketten-Reaktion...? Einer erzählte es
dem anderen und du konntest entscheiden ob du Lust hast mit ihm
zu schlafen?
Natalia: Genau so war es. Nur es war es mir zu
unsicher. Ich wusste nicht wann und ob ich das Geld haben würde.
Ich habe beim einem Kunden, der einen Club kennt, angerufen
und er hatte mich dort vorgestellt.
erotik.de: In einem Club kann man wenigstens regelmäßig
Geld verdienen. Und dort hast du dann gearbeitet?
Natalia: Ja. Aber nur 7 Monate.
erotik.de: Warum? War der Club nicht in Ordnung für
dich?
Natalia:Ja und nein. Klar, einen Club besuchen
viele Männer. Das ist gut, aber du musst auch mit jedem
der will mitgehen. Das passte mir überhaupt nicht.
Also fing ich an es auf eigene Faust zu probieren.
erotik.de: Und war es schwierig?
Natalia:
Ooooo jaaaaaa! Ich musste nun selber erkennen ob
die Männer auf der Strasse Sex wollen. Bis ich diese
"Zeichen" gelernt hatte dauerte es eine
ganze Weile, und gab einige blamable und peinliche Geschichten.
Dann kam ich auf die Idee in Hotels, Bars und Restaurants jagen
zu gehen. Doch Regensburg war einfach zu klein. Ich bin mit noch
einem Mädchen zusammen nach Berlin gezogen.
erotik.de: Und in der Hauptstadt kann man von dieser
Profession gut leben?
Natalia: Es gibt natürlich riesige Konkurrenz.
Doch wenn man regelmäßig den Strich besucht, findet man
immer einen Sex- Hungrigen...
erotik.de: Es gibt in Berlin paar einschlägig
bekannte Strecken... wo bist du zu Finden?
Natalia:
Das hängt von der Jahreszeit und den Wochentagen ab.
Ich bin ab und zu an der Kurfürstenstraße oder an der
Oranienburger. Da kann man sich noch ohne Ärger hinstellen.
erotik.de: "ohne Ärger"? Was bedeutet das?
Natalia: Das werde ich nicht erklären!
erotik.de: Okay... Wie seht dann dein Tag aus...?
Natalia: Ich schlafe bis Mittag... wenn die Sonne
scheint gehe ich oft schon tagsüber für 2 Stunden raus.
Zwischen der Kurfürsten- und der Bülowstrasse kann man
tagsüber stehen. Ansonsten gehe ich erst Abends (Oranienburgerstraße)
wieder los. So um 21 Uhr.
erotik.de: Was muss du tun, damit dich jemand
anspricht?
Natalia: Nichts großes. Ich versuche
die Männer anzulachen und ihnen in die Auge zu schauen...
Die fahren oft im ihrem Auto ein paar mal um den "Block"
und gucken dich genau an. Wenn das Auto anhält, und der Preis
stimmt, steige ich ein und fahr mit.
erotik.de:
Ist das doch riskant! Oder?
Natalia: Ja und Nein. Ich fahre mit den Kunden
nur zu einem nahe gelegenen Parkplatz oder zu einem Stundenhotel.
Zum Beispiel am Nollendorfplatz. Von dort aus kommt auch zu Fuß
wieder zur Strasse zurück. Normalerweise bringt einen der Mann
zurück. Dann stelle ich mich wieder hin und warte auf den Nächsten.
erotik.de: Wie lange stehst du täglich?
Natalia: Ich bin nicht jeden Tag arbeiten. Das
Wochenende will ich für mich haben, deshalb arbeite ich auch
nur während den Werktagen. Und auch nur bei gutem Wetter. Das
wären so 6-7 Stunden am Tag.
erotik.de: Hast du schon unangenehme Erfahrungen
gemacht?
Natalia:
Es kommt selten vor... aber ich hatte mal einen komischen Typen,
der mich in einen Ledersack binden wollte. Ich gab ihm die Vorrauszahlung
wieder und bin aus dem Hotel gegangen. Was weiß ich was der
mit mir vorhatte! Und so wie er mich dann beschimpft hat ist es
wohl auch besser gewesen zu gehen. Ab und zu will ein Kunde die
zweite Hälfte des Geldes nicht bezahlen. Ich riskiere
immer das mich der Mann betrügen wird. Aber so ist
die Regel " Vorher die eine hälfte, danach den
Rest".
erotik.de: Welchen Sex wollen die Männer mit
dir machen? Gibt es einen bestimmten Trend?
Natalia: Vielleicht klingt das bizarr, aber es
gibt viele Männer die es ohne Gummi machen möchten. Ich
tue so was nicht. Wenn, dann nur mit Gummi! Am
meisten möchten Sie auf Schnelle Einen geblasen bekommen.
Das kann man gut im Auto machen. Sonst, im Hotel, kann man noch
zwei weitere Wünsche aufzuzählen. Einer ist Anal-Verkehr,
der zweite sind Sexstellungen die nicht besonders bequem
sind.
erotik.de:
Wie Alt sind deine Kunden?
Natalia: Durchschnittlich 35 Jahre bis 50.
erotik.de: Wer sind die Männer die sich entscheiden
zu dir zu kommen? Ich meine, weißt du warum sie es tun?
Natalia: Die Männer sind wirklich ganz normal.
Es gibt wenige die wirklich "Nutten-süchtig" sind.
erotik.de: Hast du dich schon mal in einen Kunde
verliebt?
Natalia: Ja... Aber es war einfach nicht möglich
das es mehr als ein paar Fi*ks wurde.
erotik.de: Für dich oder für Ihn?
Natalia: Na ja, wenn sich eine Frau entscheidet
diese Profession auszuüben, sollte sie nicht vergessen, dass
sie keine "normale" Frau mehr ist. Und sie kann
nicht erwartet, dass jemand sie genauso behandelt .. Natürlich
man kann das, doch es ist sehr selten.
erotik.de:
Kannst du das deutlicher erklären?
Natalia: Na klar. Es war im Sommer. Ich stand
auf der Strasse. Dann plötzlich hielt ein Sportauto an und
ein junger Mann bot mir eine sehr hohe Summe für eine Fahrt
mit ihm in eine Wohnung in Steglitz. Ich brauchte damals das Geld
für die Miete und Stimmte zu. Auf den Weg erzählte
er mir, dass er mich einem Freund zum Geburtstag "schenken
will". Er erzählte mir auch etwas über die
Wünsche von dem Freund und das der ein bekannter Berliner ist
und sich nicht auf der Oranienburger blicken lassen kann. Und das
derjenige schon lange mal Sex mit einer Professionellen haben wollte.
erotik.de: Und was passierte dann?
Natalia: Naja, was ich jetzt erzähle ist
wirklich passiert. Er war Anfang 30, sehr hübsch und nett.
Ich konnte gar nicht glauben das er Sex mit einer Nutte
haben wollte. Zu ihm war ich von Anfang an anders als zu
den anderen Männern. Wir tauschten sofort die Telefonnummern
aus und trafen uns noch ein paar mal in einem Hotel in Cottbus.
Dort konnte uns wenigstens kaum einer erkennen. Ich nahm nur beim
ersten mal Geld. Doch er rief mich irgendwann an und sagte mir das
es besser wäre wenn wir uns nicht mehr treffen würden.
Er war ziemlich am Boden zerstört als er mir das sagte. Ich
weiß genau das es für ihn auch mehr war...
erotik.de:
Ist es möglich, dass eine Nutte einen Freund haben kann?
Natalia: Klar! Es gibt viele Mädchen die
einen ganz normalen Freund haben. Nur wie das funktioniert weiß
ich nicht. Ich habe es noch nie ausprobiert, aber es scheint zu
klappen.
erotik.de: Wie lange willst du den Job noch machen?
Natalia: So lange ich noch Bock habe. Ich denke,
ich habe noch paar Jahre vor mir. Ich habe auch keinen anderen Beruf,
aber ich denke das ich mich mit 30 zu einer Domina "verwandle".
In der S/M- Sparte kann man viel länger tätig
sein als auf dem Straßenstrich. Zur Zeit
bin ich mit meinem Leben so wie es ist zufrieden.
erotik.de: Das kling wirklich optimistisch!
Ich danke dir für die offene Gespräch Natalia.
Natalia: Tschüss!
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