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Fast schon alltäglich heutzutage: die
Intimrasur. Ob „Bikinizone“, Achselhaare oder Schamhaarkomplett-Rasur.
Fast jeder rasiert irgendwann, irgendwo. Es gibt bereits
professionelle „Schamhaarfriseure“ wie den Salon „Kaiserschnitt“
in Berlin.
Wer sich allerdings vor allem als Anfänger ans
Rasieren in der Intimzone macht, merkt vor allem dann, wenn er ein
Mann ist, sehr schnell, dass das Kinn nicht die einzige Problemzone
beim Rasieren ist.
Die Rasur wird nicht nur in unserem Kulturkreis immer häufiger
praktiziert. In den asiatischen Ländern gilt es als obszön
Scham- oder Achselhaare zu zeigen und in Afrika rasieren sich manche
Stämme vollständig, um sich damit von den Tieren zu unterscheiden.
Welche Möglichkeiten der Haarentfernung gibt es nun? Was sind
die jeweiligen Vorteile und Nachteile?
Prinzipiell gibt es sechs verschiedene Arten, sich zu enthaaren
· Die Nassrasur mit Klinge
· Mit Enthaarungsschaum
· Die Trockenrasur mit Klinge
· Die Wachsenthaarung
· Die Epilation
· Die Laserbehandlung
Nassrasur
Man
benötigt Rasierschaum, Rasierseife oder Rasiercreme
aus der Tube, sowie einen Nassrasierer. Es empfiehlt sich, die Haare
vorher mit der Schere oder einem Langhaarschneider zu kürzen,
dann geht das rasieren anschließend leichter.
Stets frische Klingen verwenden. Stumpfe Klingen bergen ein stark
erhöhtes Verletzungs- und Infektionsrisiko Man beachte, dass
einige Klingen für Frauen baugleich mit denen für Männer
sind, sich jedoch in Farbe und vor allem Preis unterscheiden. Doppelklingenrasierer
mit "Gleitstreifen" sind am geeignetsten.
Prinzipiell
kann man sich eigentlich überall alleine rasieren. Eine andere
Möglichkeit ist es, dies einfach vom Partner machen zu lassen,
vor allem, wenn man noch ungeübt ist. Dies kann auch
ein nettes Vorspiel sein.
Man sollte sich auch vorher überlegen, ob man alle Haare komplett
wegrasiert, oder eine bestimmte Frisur vorzieht. Die Haut ist auch
nicht überall gleich dick und gleich sensibel. Gerade im oberen
Bereich (zum Bauch hin) kann die Haut empfindlicher sein, außerdem
empfinden einige dort schneller ein Jucken beim Nachwachsen der
Haare nach der Nassrasur.
Was dieses „Pieken“ und die kleinen „Rasierpickelchen“
angeht, so wird dieser Punkt am Ende dieses erotik.de
Workshops genauer besprochen. Es wird berichtet, dass sich die
Entzündungsgefahr insgesamt verringert, wenn man anstelle von
Rasierschaum gleich Babypuder nimmt (und dann aber mit Klinge trocken
rasiert).
Es ist, zumindest anfangs, wichtig, sich gleich danach einzucremen
(z.B. mit Babyöl) oder auch Babypuder zu benutzen. Rasierwasser
oder Aftershavebalsam sind auch geeignet und verringern manchmal
die Entzündungsgefahr, andererseits brennen sie zum Teil ziemlich
auf der Haut (sind also eher für das Gesicht gedacht).. Es
wird gelegentlich die Ansicht vertreten, dass Cremes weniger geeignet
sind, da deren Fettbestandteile einen zusätzlichen Nährboden
für potenzielle Entzündungskeime darstellen.
Ob
er „mit dem Strich“ oder „gegen
den Strich“ rasiert, bleibt jedem selber überlassen.
Nur „auf dem Strich“ sich zu rasieren, davon rate ich
ab. :-)
Enthaarung mit Enthaarungsschaum
Mit keiner Rasiertechnik bekommt man die Haut so glatt und
so lange haarfrei wie mit Enthaarungscremes. Ein weiterer
Vorteil der Enthaarungscreme, gegenüber dem Rasieren ist, dass
die nachwachsenden Haare zunächst sehr dünn und biegsam
sind, dass sie also nicht so sehr "pieksen", wie die nachwachsenden
Haare nach einer Rasur.
Beim Enthaaren mit Enthaarungscreme beachten: Allergie oder Unverträglichkeit
auf die darin enthaltenen Thioglykole ist gar nicht selten. Wenn`s
brennt oder sonst wie sehr unangenehm ist, sofort mit viel Wasser
abwaschen. Einwirkungszeit von 5-7 Minuten nicht überschreiten,
da ansonsten Hautreizungen fast die Regel sind. An den Geruch der
Cremes (auch der parfümierten) muss man sich erst gewöhnen
Viele Frauen haben Angst davor, auf den inneren Schamlippen Enthaarungscremes
oder Lotions anzuwenden. Gut verträglich auf dem Übergang
von den äußeren zur inneren Schamlippenzone soll „Nair“
sein — leider nur in den USA zu bekommen – also beim
nächsten Amerikatrip mitbringen oder mitbringen lassen Viele
berichten, dass sie auch mit dem in Deutschland erhältlichen
„Veet“ gut zu Recht kommen.
Wenn
man die Schamlippen z.B. mit zwei Labiaringen geöffnet lässt,
ist das Ganze eigentlich kein Problem. Wer etwas mehr Sicherheit
haben möchte, kann die Vulva zum Beispiel mit einem „Zewa-Wix-und-Weg“
Küchentuch abdecken. Dieses hat gegenüber Papiertaschentüchern
wie „Tempo“ oder auch Toilettenpapier den großen,
Vorteil, daß es deutlich weniger fusselt und sich nicht so
schnell in seine Bestandteile auflöst.
Um unnötige Hautreizungen zu vermeiden, kann es sich empfehlen,
den nicht zu enthaarenden Bereich vorher mit Hautcreme oder ähnlich
zähen fetten Cremen abzudecken, bevor man das Enthaarungsmittel
aufträgt.
Wegen der guten Enthaarungserfolge bei geringen Hautreuzungen empfiehlt
sich besonders die „Blitzblank-Enthaarungscreme" aus
dem Orion-Sortiment
Trockenrasur
Mit einer elektrischen Haarschneidemaschine (oder auch Barttrimmer
o.ä. genannt) geht es besser als mit einem normalen Elektrorasierer.
Allerdings hat so ein Elektrorasierer den Vorteil, dass er vibriert…..
Man kann so die Haare auf ca. 1/10 mm kürzen, was für
einen kurzfristigen Rasurerfolg ausreichen mag. Vor allem wenn man
das insgesamt reduzierte Verletzungsrisiko beim Trockenrasierer
bedenkt. Die Haare wachsen aber relativ schnell wieder nach und
neigen auch, verglichen mit anderen Enthaarungsmethoden, sehr schnell
zum „pieksen“.
Wachsenthaarung
Hierbei wird z.B. warmes Wachs auf die Haut aufgebracht, das dann
härtet und die Haare in sich einschliesst. Danach wird es ruckartig
von der Haut abgezogen und dabei werden dann auch die Haare mit
ausgerissen. Besonders im Bereich der Schamlippen ist das wohl eher
etwas für Masochisten. Am ehesten eignet sich diese Methode
deshalb zur Beinenthaarung.
Epilation
Die Epilation wird meistens durch eine Kosmetikerin durchgeführt.
Diese leitet schwachen Strom durch den Haarkanal
bis zur Haarwurzel und verödet diese dann durch diesen Stromimpuls.
Je stärker der Strom, desto wirksamer wird die Haarwurzel zerstört.
Das behandelte Haar wird danach ausgezupft. Hierbei kommt es sehr
darauf an, in welchem Wachstumszustand sich das Haar befindet. Daher
kann es durchaus passieren, dass man das Haar mehrmals (2–10-mal)
behandeln muss. Leider ist das ganze nicht ganz schmerzlos, so das
man sich dies vielleicht genauer überlegen sollte. ½
Stunde Epilation kostet ca. 13 Euro. Da hierbei die Haarwurzel,
also die Wachstumszone des Haares zerstört wird, ist diese
Haarentfernung dauerhaft (!!).
Laserbehandlung
Nicht sehr verbreitete Methode. Relativ teuer und des Öfteren
mit Schmerzen und relevanteren Nebenwirkungen wie „Verbrennungen“
verbunden. Deshalb wohl keine Enthaarungsmethode der ersten Wahl,
vor allem, wenn man bedenkt, dass man mit den oben beschriebenen
Techniken ebenso sehr gute Enthaarungserfolge erzielen
kann.
Das
Problem mit den „Rasierpickelchen“
Bei der Intimrasur und auch beim Enthaaren mit Wachs kommt es zu
mechanischen Hautirritationen, die sich dann oft in Form von kleineren
punktförmigen Hautentzündungen („Follikulitis“)
unangenehm zeigen.
Das Problem kann man umgehen, indem man (wie es die "Profis"
oft machen) eine Enthaarungscreme verwendet. Diese gibt es in Erotikshops
oder (wesentlich billiger, bei gleichem Wirkstoff) im Drogeriemarkt
an der Ecke. Die sog. „Thioglykole“,
die die Enthaarung in diesen Cremes bewirken, sind, wie erwähnt,
vom Geruch her nicht jedermanns Sache, weil sie zum einen sehr eigentümlich
duften, zum anderen relativ oft allergische Rötungen verursachen
können. Ein Versuch an einer kleinen Hautstelle kann da Klärung
bringen, bevor man die Enthaarungscreme großflächig verwendet
und dann größere Probleme bekommt.
Sollte einmal der "Notfall" eintreten, dass man frisch
rasiert aber voller "Rasierpickelchen" am selben Abend
noch ein amouröses Abenteuer vorhat, so lassen sich die Entzündungserscheinung
der Pickelchen (die Rötungen) kurzfristig (innerhalb von Stunden)
durch das Auftragen einer desinfizierenden Salbe mit Hydrocortison
Zusatz rein optisch zum Verschwinden bringen. Solche Salben
sind jedoch oft verschreibungspflichtig und führen im Wesentlichen
nur zu einer optischen Unterdrückung der Entzündungszeichen.
Bedenken sollte man, dass eine frisch rasierte Haut,
auf die während des Sexualaktes irgendwie Sperma
kommt, sehr viel aufnahmefähiger und durchlässiger ist
als unverletzte. Dies stellt ein erhöhtes Infektionsrisiko
z.B. mit AIDS dar. „Rote Pickelchen“
können aber auch das Zeichen einer allergischen Unverträglichkeit
sein. Im Zweifelsfalle auf jeden Fall den Hautarzt aufsuchen und
die Anwendung des entsprechenden Enthaarungsmittels erst einmal
nicht fortführen.
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