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Es
ist das Einzige seiner Art, das Beate Uhse Erotikmuseum das
einzigen Museum speziell für alle Spielarten der Erotik. Und
einzigartig sind auch die Ausstellungsstücke, die einem begegnen
auf dem eineinhalbstündigen Rundgang über die zwei Etagen
des Museums.
Gleich nach dem Eingang steht man verblüfft vor
einer lebensgroßen Nachahmung von Marylin Monroe in ihrer
weltbekannten Pose über dem U-Bahnschacht und man spürt
den Luftzug, der von unten kommt und Marylins Rock in die Luft wirbelt.
Eine sehr schön und faszinierend lebensnah präsentierte
Szene. Wenn man sich umdreht, fällt der Blick auf die überlebensgrosse
Statue eines nackten griechischen Gottes, dessen steil aufgerichtetes,
ebenso überlebensgroses Geschlechtsteil den Betrachter sofort
in seinen Bann zieht.
Staunend
geht man dann durch die klimatisierten Ausstellungshallen mit Vitrinen,
die sexuelle Spielarten und Darstellungen aus allen Kulturkreisen,
Epochen und Interessengebieten beinhalten. Sehr schön und stilvoll
gemacht. Man kann den Betreibern des Erotikmuseums nur gratulieren.
Es ist sicherlich nicht einfach, ein solches Thema mit dem Anspruch
eines Museums in Einklang zu bringen. Dennoch, es ist gelungen und
man ist hin und her gerissen zwischen erotischem Kitzel
und nackter wissenschaftlicher Faszination.
Die Themenvielfalt überrascht.Von skuriler Erotik
über grosse Liebhaber und Zartes und Hartes
bis hin zu verbotener Erotik ist alles vertreten. Die
Art der Ausstellungsstücke reicht von Originalschriften und
-bildern über Faksimiles, bis hin zu Artefakten aus Edelstein,
Metall und Holz. Man findet auch lebensnahe Darstellungen von erotischen
Szenen aus dem Alltag des letzten Jahrhunderts, wie dem Hausmädchen,
welches ohne Unterwäsche in gebückter Haltung den Ofen
schürt, während der bärtige Herr des Hauses diese
Tätigkeit genüsslich von hinten betrachtet.
Der Betrachter lernt auch vieles über die Zusammenhänge
von Mode und Erotik im Wandel der Jahrhunderte beeindruckend
präsentiert an Hand von Originalkleidungsstücken und Schmuckteilen.
Kaum eine Sparte der Erotik bleibt ausgespart. Da gibt es die Abbildung
des nackten Jünglings, der im zweiten Weltkrieg von zwei schwarzen
amerikanischen Soldaten in Uniform geliebt wird ebenso wie den
Gebetsstuhl aus einem mittelalterlichen Kloster, mit eingearbeitetem
Holzdildo für besonders eindringliche Stoßgebete.
Hin-und hergerissen zwischen Ekel und Faszination steht man vor
dem Glas mit Schlangenpenissen und Fliegen und Käfern. Dabei
lernt man, dass das vielzitierte Aphrodisiakum Spanische
Fliege in Wirklichkeit gar keine Fliege sondern ein Käfer
ist, dessen harter Panzer zermahlen und zur Luststeigerung eingenommen
wird. Ein eher zweifelhaftes Vorgehen, ist der Inhaltsstoff doch
in hoher Konzentration ein absolut tödliches Nervengift. Ähnlich
verhält es sich mit den abgezogenen und getrockneten Häuten
mancher Krötenarten, die ebenfalls zum Zwecke der Luststeigerung
pulverisiert und dann geschluckt werden.
Besonders beeindruckend ist auch der Teil des Museums, in dem ausführlich
mit vielen Bildern und Ausstellungsstücken über den Werdegang
von Beate Uhse, der Firmengründerin, berichtet wird. Wer weiß
z.B. schon, dass Beate Uhse eine ebenso begeisterte wie erfolgreiche
Pilotin und Taucherin war? Als Frau zu ihrer Zeit damals
eine ganz enorme Leistung.
Ein
Besuch im Beate Uhse Erotikmuseum kann wirklich nur empfohlen werden
(www.erotikmuseum.de)
. Wenn man eines dabei lernt, dann dieses: gevögelt wird und
wurde zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen ununterbrochen.
Mit derselben Energie wird und wurde das aber immer irgendwie zu
verheimlichen versucht, getreu dem Chansontext von Zarah Leander:
Ich habe geliebt und ich habe geküsst, weil die Liebe
doch dazu erfunden ist. Wie`s alle auch hier tun seit tausenden
Jahren nur darf man um Gotteswillen nichts erfahren, yes
Sir!
Auf der Homepage des Beate Uhse Erotikmuseums (www.erotikmuseum.de)
findet man eine Auswahl an Bildern der Ausstellungsstücke und
jeder kann sich dort seinen persönlichen Rundgang durch das
Museum zusammenstellen und sich so schon einmal auf den Besuch im
realen Museum einstimmen und vorbereiten. Denn auch
hier gilt: Man sieht nur das, was man weiß! und je
mehr man durch entsprechende Vorbereitung sein Wissen in Sachen
Geschichte der Erotik vermehrt hat, bevor man das Museum
dann besucht, umso mehr profitiert man von der Vielzahl der dargebotenen,
zum Teil einzigartigen Ausstellungsstücke.
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Kontaktmöglichkeit:
Beate Uhse Erotikmuseum
Kantstrasse 5
10623 Berlin
(in der Nähe des Bahnhof Zoo)
www.erotikmuseum.de
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