| Wissen
Sie, was Ihr Nachbar alles sieht, während Sie denken, Sie treiben`s
im Dunkeln? Spannern ist nicht die Ausnahme, es ist die Regel! –
Im 4. und letzten Teil des großen erotik.de Spannerreports
berichtet Andreas L. über die Ausrüstung, die ein echter
Spanner für sein Hobby braucht.
„Musc**s im Spiegel – gar nicht teuer !„
– Um ein Spanner zu sein braucht man eigentlich keine teure
Ausrüstung. Es genügt im Grunde zum richtigen Zeitpunkt
am richtigen Ort zu sein und dann einfach hinzugucken. Das kann
die Treppe sein, an der man unten steht um dann den Damen, die auf
der Treppe nach oben gehen, geschwind von unten unter den Rock zu
schauen (man ahnt gar nicht wie viele Mädels im Sommer
keinen Slip drunter tragen. Meinen Spanner-Erfahrungen
nach hat jede Dritte im Hochsommer kein Höschen an! ). Das
kann aber auch das Gebüsch am Nacktbadestrand sein, in dem
man sich versteckt um die sonnenbadenden Schönheiten zu bewundern.
Manchmal helfen schon kleine Tricks und billige Hilfsmittel um
in den besonderen Spannergenuss zu kommen. Der kleine Taschenspiegel
den man unter dem Hosenaufschlag auf dem Schuh befestigt
um damit, wenn man den Schuh vorsichtig unter der Trennwand durchschiebt,
in Toiletten und Umkleidekabinen zu spannen. Oder das kleine „Periskop“
(wie bei U-Booten), welches man sich aus zwei Taschenspiegeln und
einer Klorollenpappe leicht bauen kann um damit auf dem Balkon um
die Ecke in die Wohnung des Nachbarn zu Spannern.
High-Tech
Spannern – Alles ist möglich! Alles!
Allerdings kann man das Ganze technisch natürlich auch ins
Extrem treiben. Die Spionageabteilungen der großen Staaten
der Welt sind ein Beispiel dafür. Sie nennen sich „Spionageabteilung“,
„Counterintelligence“, „CIA“,
„FBI“, „Bundesnachrichtendienst“.
Im Grunde sind sie alle in erster Linie nur eines: Spanner auf technisch
höchstem Niveau.
Sie hören Gespräche ab durch einen Laserstrahl, den sie
auf Zimmerfensterscheiben richten und deren Vibrationen ihnen das
Gesprochene verraten. Sie stellen sich mit einem VW-Bus in 300 m
Entfernung auf und fangen die Abstrahlung der Kabel und des Monitors
eines Beobachteten auf und sehen so auf ihrem Bildschirm genau das
was der Beobachtete sieht ( die technische Ausstattung zu dieser
Spannertechnik mit Verstärker, Antenne und kleinem schwarz-weiß
Monitor kostet nicht einmal ganz 70,00 Euro !!!).
Sie schmuggeln in unauffälligen Alltagsgegenständen kleine
drahtlose „Pin-Hole- Funk-Videokameras mit Objektivdurchmessern
von 1 mm (!) und Gesamtgrößen unter Centgröße
in die Wohnungen der „Bespannerten“, usw., usw.
Die
untreue Ehefrau beim Sex ertappt – der Spanner hört alles!
Sie haben den Verdacht, dass es ihre Frau mit dem Postboten
in wilder Ekstase treibt? Daß dieser 25 jährige
braungebrannte Muskelprotz von der Post bei Ihrer Frau mehr ausliefert,
als nur die üblichen „Nachnamepakete“? Ihre Befürchtung
ist berechtigt. Das kann ich Ihnen aus meiner Spannererfahrung bestätigen.
Es kommt zwar nun nicht gerade täglich vor aber es kommt vor.
Ich hab den Beweis auf meinen Spannervideos!
Handwerker, Installateure, Postboten – so
mancher von ihnen lässt sich die Chance auf
einen Quicky nicht entgehen. Wenn der Ehemann bei
der Arbeit ist und ihm die Dame des Hauses leichtbekleidet
die Tür öffnet, ergreift so mancher Handwerker
die Gelegenheit ein zusätzliches Rohr
zu verlegen.
Telefone,
Anrufbeantworter, Handys – billige effektive Spanner-Hilfsmittel!
Machen Sie doch einfach einmal den Test und rufen Sie den auf stumm
gestellten Anrufbeantworter in Ihrer Wohnung vom Büro aus an
und schalten Sie dort durch Eingabe des entsprechenden Zahlencodes
auf „Raumüberwachung“. Ab diesem
Moment hören Sie alles was sich im Zimmer abspielt.
Auch die ganzen sogenannten „Babyphones“
lassen sich zum Abhören zweckentfremden. Sie dienen im Prinzip
ja nur dazu Ton drahtlos von einem Zimmer zum anderen über
Stockwerke hinweg zu übertragen.
Im
einfachsten Falle bauen Sie mit einem Bekannten eine Verbindung
per Telefon auf und legen bei sich zuhause dann den Hörer zwar
auf die „Gabel“ zurück, platzieren aber ein kleines,
kaum sichtbares Schaumstoffteilchen unter dem Hörer,
so dass dieser nicht ganz aufliegt und die Verbindung die ganze
Zeit aufrecht erhalten bleibt. Schon können Sie am anderen
Ende der Leitung die ganze Zeit alles hören, was sich in diesem
Zimmer abspielt.
Dasselbe gilt für Handys mit Freisprecheinrichtung, die Sie
auf „stumm“ und „automatische Anrufannahme „
stellen, an unauffälliger Stelle bei sich zuhause liegen lassen
und dann von auswärts anrufen. Sie hören alles was sich
in der Umgebung dieses Handys abspielt. Im Zweifelsfalle vielleicht
auch das Orgasmusstöhnen ihrer vernachlässigten
Ehefrau, wenn diese sich vom Postboten „trösten“
lässt.
Die klassische Spannerausrüstung.
Die klassische Spannerausrüstung besteht im Grunde in der Basisversion
aus drei Teilen:
- Ein Teleskop auf einem Stativ.
- Einer Videokamera mit Nachtsichtfunktion
- Einem Nachtsichtgerät
Das
Spanner-Teleskop.
Was das Teleskop angeht: Es gibt die typischen länglichen „Refraktorteleskope“.
Das sind die klassischen Linsenteleskope, wie es sie auch als Kinderspielzeug
gibt. Sie vergrößern zwar bis zu 700-fach, sind aber
auf weitere Distanzen relativ lichtschwach. Außerdem muss
man immer beachten, dass beim Kauf auch eine sogenannte „Umkehrlinse“
beiliegt, sonst sieht man die Bilder nur auf dem Kopf stehend, was
bei Planetenbeobachtungen nicht weiter stört, bei der Beobachtung
der Nachbarin beim Bumsen jedoch sehr lästig sein kann.
Lichtstärker sind da die „Spiegelteleskope“. Diese
sind „dicker“ und kürzer. Es sind die klassischen
Teleskope zur Beobachtung lichtschwacher Objekte. Bei beiden sollte
man gleich zu Beginn einen Adapter zum Anschluß der Videokamera
oder des Photoapparates ans Objektiv mit kaufen.
Am bequemsten ist ein sogenanntes „Spektiv“, ein kurzes
binokulares (man kann mit beiden Augen reinschauen) Teleskop mit
20 – 40 facher Vergrößerung. Das reicht meistens
aus für das Spannern in der Nachbarschaft Außerdem brauchen
diese Spektive keine zusätzliche (teure!) Umkehrlinse (s.o.).
Die
Spanner-Videocam.
Im Grunde ist jede Videokamera geeignet, die „0 Lux Nachtsichtfunktion“
hat. Achtung: das ist nicht dasselbe wie „Night-Shot-Funktion“.
Letztere braucht noch Restlicht um ein Bild zu liefern, während
Erstere mit einem Infrarotstrahler geliefert wird.
Was die Vergrößerung angeht, so kommt es allein auf
die „optische Vergrößerung“ an. „700-fach
digitale Vergrößerung“ liefert bald nur ein unbrauchbares
pixeliges Bild. Also lieber eine Cam mit 40-facher optischer und
500-facher Gesamtvergrößerung kaufen als eine mit 20-facher
optischer und 700-facher Gesamtvergrößerung.
Das Spanner-Nachtsichtgerät.
Brauchbare Nachtsichtgeräte gibt es heutzutage in jedem Elektronikfachhandel
(“Conrad“) schon um die 150 – 200 EUR. Wichtig
zu wissen: Nachtsichtgeräte vergrößern nicht wie
ein Teleskop. Deshalb möglichst von vornherein ein Nachtsichtgerät
mit der größtmöglichen eingebauten Vergrößerung
auswählen. Sonst sehen Sie zwar im Dunkeln sehr hell, dass
sich im Nachbarhaus etwas tut, aber Sie sehen nicht was.
Insgesamt sind die Nachtsichtgeräte für den täglichen
Spanner-Bedarf eigentlich fast obsolet geworden, seit es erschwingliche
Videokameras mit Nachtsichtfunktion gibt. Nachtsichtgeräte
verstärken nachts das Licht um bis zu 15.000-mal. Damit wird
das rote Glimmen einer brennenden Zigarette heller als die hellste
Lightshow einer Techno-Disco!
Können Sie sich vorstellen, was ein Spanner alles sieht, der
mit einem solchen Nachtsichtgerät zum Zeitpunkt der Loveparade
nachts durch die Büsche des Berliner Tiergartens schleicht?
Ich schon …
Die
ganz normale Paranoia?
Sie halten die Spannersituation und die Techniken, die ich in diesem
Bericht beschrieben habe für übertrieben? Sie meinen,
ich leide unter Verfolgungswahn und das Spannern sei weiterhin nicht
die Regel sondern die Ausnahme?
Dann gibt Ihnen vielleicht ein geplantes Gesetz, welches die bayerische
Landesregierung aktuell neu einführen will, zu denken: bisher
war das „Photospannern“, also das Photographieren
von privaten Personen, die man beobachtet, nicht unter Strafe gestellt,
wenn man die Bilder nicht weitergibt.
Das soll sich jetzt ändern! Offensichtlich ist das Spannern
zu einer solchen Massenerscheinung geworden, dass die bayerische
Legislative es für notwendig erachtet, per Gesetz zukünftig
auch das bisher straffreie „Photospannern“
unter Strafe zu stellen. „Take it from someone , who`s
been there“ – das Beobachten anderer Leute
ist gang und gäbe. Und wenn Sie persönlich es bisher nicht
tun, dann gehören Sie zur Minderheit, nicht zur Mehrheit.
(Nebenbei bemerkt: und selbst wenn da vielleicht bei aller gebührenden
selbstkritik etwas „Paranoia“ (also Verfolgungswahn)
mit im Spiel sein sollte, kann man immer noch argumentieren: „Die
Tatsache, dass Sie unter Verfolgungswahn leiden, heisst ja nicht,
dass sie nicht d o c h hinter Ihnen her sind. Sie wären auch
paranoid, wenn alle hinter Ihnen her sind.“
Die Frage ist nicht: „Bist Du paranoid?“
Die Frage ist: „Bist Du paranoid g e n u g ?“
Vom
Spanner zum Exhibitionisten.
Abschließend als Resumee: Die Nacht hat tatsächlich “tausend
Augen“ (und Ohren! – Schallverstärker
namens „Super-Ear“ zum Abhören der Nachbarwohnung
durch Wände gibt es im Scheckkartenformat für 14.95 EUR
im Elektronikfachhandel und sogar schon bei den großen Versandhäusern)
.
Und das Spannern ist nicht die Ausnahme sondern die Regel! Wer das
nicht glaubt ist ein Einfaltspinsel - allerdings ein Einfaltspinsel
der sich seinen Seelenfrieden bewahrt hat. Wer, wie ich, weiß,
was möglich ist und selbst erlebt, was man bei Anderen heimlich
alles sehen und hören kann, hat eigentlich keine ruhige Minute
mehr und fühlt sich überall beobachtet.
95% aller Erotik-Shops Solokabinen sind videoüberwacht!
Daß in mindestens 95 % aller Erotikshops-Solokabinen Video-Überwachungs-Kameras
installiert sind, ist dabei fast schon eine banale Binsenweisheit.
Da bleibt einem eigentlich nur noch eines. Man besinnt sich auf
die exhibitionistische Seite seiner Persönlichkeit
und findet Gefallen an dem Gedanken, dass einen in bestimmten intimen
Situationen jemand beobachtet. Wenn man sich einmal an den Gedanken
gewöhnt hat, kann das einen echten zusätzlichen Kick in
das eigene Sexleben (und den profanen Alltag) bringen – in
einer Zeit, in der es den profanen „Hausfrauensex“ schon
wie einen Handschlag an jeder Straßenecke zu haben gibt. Und
solange man nichts Illegales treibt, hat man ja auch nichts zu befürchten.
Was
ist heutzutage noch „peinlich“?
Mein Motto ist seither: Jemand der mich bespannert kann
mich bei nichts Illegalem beobachten, weil ich nichts Illegales
treibe. Und was „Peinliches“ angeht, so war mir das
letzte Mal etwas wirklich peinlich, als mich meine Mutter damals
bei dem Versuch erwischt hat, wie ich versuchte, mir selber einen
zu blasen.
Seither habe ich, wenn’s drauf ankam, immer dafür gesorgt,
dass es im Zweifelsfalle der Gegenseite noch peinlicher war, als
mir selber. Oder ich habe dem „Spanner“ der versucht
den Spanner (mich) zu bespannern, eine „Show“ geliefert,
die sich sehen lassen konnte. Manchmal ist das sogar ein größerer
Kick als selbst zu spannern.
Bis dann, ich behalt Sie im Auge ….
Andreas L.
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