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Teil 1:
Klappe (zu) und AAAAction....
"Wie kann ich es mir selbst noch geiler machen?",
"Wie erreiche ich bei der Selbstbefriedigung den tollsten
Orgasmus?", "Ich komme nur zum Orgasmus, wenn ich
es mir selber mache.. ".
Diese und andere Anfragen erhalte ich als Sexualberater sehr
häufig. Es wird deutlich, dass Selbstbefriedigung durchaus
ein komplizierteres Kapitel in der Sexualität ist, als
es zunächst den Anschein hat.
Selbstbefriedigung ist zumeist die allererste Erfahrung,
die man mit der eigenen Sexualität macht und direkt oder
indirekt kommt man später auch beim Sexualakt mit einem
Partner immer wieder darauf zurück. "Mach`s mir
so, wie ich's am Liebesten hab" meint oftmals nichts
anderes als "machs`mir so, wie ich's mir selber mach".
Nur- woher soll der Partner das wissen? Er macht es dann so
wie er/sie denkt, dass es am besten ist, weil er/sie es sich
selbst so am liebsten macht. Das muss aber dann nicht unbedingt
das sein, was beim Partner am besten ankommt - und schon haben
wir ein Problem.
"Machst du`s dir selber?" Ich- wieso, hab ich das
nötig? Ich hab doch eine feste Beziehung,Selbstbefriedigung
ist doch nur eine Notlösung für die armen Schweine,
die niemand haben, mit dem sie Sex machen können !"
- Ein weitverbreitetes Fehlurteilwas den Stellenwert der Selbstbefriedigung
auch im partnerschaftlichen Sexualleben anbetrifft. Oft zitiert
und immer noch wahr: Um jemand anderen (auch körperlich)
richtig lieben zu können, muss man erst einmal sich selbst
lieben können.
Schnellkurs in Sachen: "Machs mir richtig!"
Wenn Sie schnell herausfinden wollen, wie und wo es Ihrem
Partner am "besten" tut, dann schauen Sie ihm doch
einfach einmal beim onanieren zu. Dies kann man ja abwechselnd
und gegenseitig machen oder sogar gleichzeitig. Sie können
unglaublich viel dabei lernen. Sie lernen die ganz persönliche
Zeitspanne kennen, die Ihr Partner selbst unter optimalen
Bedingungen einfach benötigt, um zum Orgasmus zu kommen.
Sie lernen die Stellen an seinem Körper kennen, die
stimuliert werden müssen um ihn optimal in Erregung zu
versetzen und sie lernen die Stellungen kennen, in denen er/sie
es am liebsten hat und vor allem: sie lernen seine ganz individuelle
"Orgasmusstellung" kennen - die Körperposition,
in der es ihm/ihr am besten kommt. Seien Sie aufmerksam, achten
Sie auf Details und beim nächsten Mal werden Sie es ihm/ihr
wie von Zauberhand genau so besorgen können , wie er/sie
"es am liebsten hat".
Wenn der Partner nicht von selber auf diese Idee kommt, dann
lassen Sie diesen Vorschlag doch einfach einmal zwanglos ins
Liebesspiel mit einfliessen. Reizvoll in diesem Zusammenhang
kann auch der Einsatz moderner Technik sein. Dabei ist nicht
Liebestechnik sondern "Videotechnik " gemeint.
Klappe (zu) und AAAAction....
Filmen Sie sich einmal gegenseitig bei der Selbstbefriedigung.
Zoomen Sie schamlos auf die pikantesten Details und intimsten
Zonen und bannen Sie die ganz persönlichen Lusttechniken
ihres Partners auf Band. Machen Sie das gegenseitig. Sie werden
erstaunt sein, wie viel Details Ihnen erst in einem solchen
Moment bewusst werden, ja, manchmal werden diese Details dem
agierenden Partner/Partnerin selbst erst beim Ansehen des
Bandes bewusst. Es ist geil, es befriedigt exhibitionistische
und voyeuristische Regungen und es trägt enorm zum eigenen
und gegenseitigen sexuellen Verständnis bei.
Sie glauben es nicht? Ausprobieren! Videokameras kann man
auch tageweise ausleihen. Das kostet nicht die Welt und trägt
gewaltig zum gegeseitigen Verständnis in sexueller Hinsicht
bei.
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